Eine Alpentour vom 18.-20.Juni 2018 Text und Bilder von Andreas Klößner (c)

Eine Alpentour vom 18.-20.Juni 2018


Monday, 18-June-2018

uploaded by Andreas K.

Ursprünglich habe ich vor, nach einem kurzen Zahnarztbesuch in die Firma zu gehen. Allerdings ist mir gestern abend bei Flugwetter.de aufgefallen, dass möglicherweise drei fliegbare Tage drin sind. Ich checke morgens die Reservierungseite und stelle fest, dass die MCCF frei ist. Dummerweise reserviere ich nicht sofort. Nach meinem Zahnarztbesuch ist kein UL mehr frei. Joachim kann mir allerdings die C42 freischaufeln bis Donnerstag Mittag. Schnell packe ich meinen Kram zusammen und fahre nach Eisenach. Joachim fliegt mit mir abends einige Platzrunden. Es ist etwas böig und ich muss mich an die C42 gewöhnen. Später gehe ich ins Hotel Herrenhaus, wo die Küche schon zu hat. Das trifft sich gut, denn ich habe eh keinen Hunger.


Tuesday, 19-June-2018

uploaded by Andreas K.

Ich bin gegen 8:00 am Platz. Zunächst ist es wolkenlos. Ich mache noch die Streckenplanung mit FL95.de und speichere die Notam-Abfrage bei der DFS ab. Da der Drucker nicht funktioniert, hole ich mir die Anflugblätter im Turm und schreibe die Strecke per Hand auf. Dann bereite ich die D-MWDE vor. Der Ölcheck zieht sich in die Länge, es muss besonders lange am Propeller gekurbelt werden. Es ist sonst keiner da, der mich fluchen hört. Nach dem Tanken geht es endlich los bei geringer Bewölkung. Die Strecke nach Kempten fliege ich durch in 2:50min. Die C42 lässt sich sehr schön austrimmen und fliegt auch sehr stabil. Bei 4400 U/min liegt die Fahrt bei 150km/h. Bei der D-MCCF musste ich im Geradeausflug ständig Kraft auf Seiten- und Querruder geben. Die Ausstattung der C42 erfüllt alle Wünsche: Transponder, Strobe, elektrische Benzinpumpe, 12V-Buchse. Den Einzeiger-Höhenmesser mit der 100-Fuss Unterteilung finde ich völlig ausreichend. Es gibt leider kein Gepäckfach, aber das brauche ich nicht wirklich, wenn ich alleine fliege. Dann befindet sich meine Reisetasche angeschnallt auf dem zweiten Sitz. Darin befindet sich alles Nötige für den Kurztrip. Das Leergewicht liegt mit 300kg noch 20kg über dem Gewicht der DMCCF.

Ich nehme 65 Liter Benzin mit. Damit habe ich rechnerisch ein Abfluggewicht von 445 kg.

Ich fliege nach Kompasskurs Streckenabschnitte von etwa 20 Minuten Länge. Durch die gute Sicht kann ich jeweils einen Punkt am Horizont fixieren, den ich anfliege. Der Kompass der C42 ist recht genau und ich erreiche die Zwischenpunkte mit Minutengenauigkeit. Mein Flarm funktioniert nicht, weil schon wieder ein Softwareupdate erforderlich ist.

Schweinfurt

Nördlingen

Dillingen

Das AKW Gundremmingen ist in Betrieb.

Bad Wörishofen

Ich lande um halb zwei auf Piste 35 in Kempten/Durach. Durach hat leider nur zwei Hotels. Ich gehe ins Hotel Zum Schwanen, der Preis für das Einzelzimmer liegt bei 37 Euro. Das hatte ich schon vor 5 Jahren bezahlt. Allerdings sind die Zimmer schon recht klein und abgenutzt. Vorteil: Das Hotel ist in 5 minuten zu Fuß vom Flugplatz zu erreichen. Nun wird am Flugplatz ein Gebäude gebaut, leider keine Unterkunft für Piloten und recht nah an der Piste. Es handelt sich um den neuen Hangar für den Rettungshubschrauber Christoph 17. Ich ruhe mich eine Stunde im Hotel aus und starte dann zu einer kurzen Tour in das Lechtal. Durch die höhere Reisegeschwindigkeit der C42 im Vergleich zum Skyranger sind die Touren kürzer. Die Luft ist thermisch aktiv, die Bewölkung ist aufgelockert in Kammhöhe. Es ist aber möglich über die Kämme zwischen den Tälern zu wechseln.

In Kempten/Durach

Der Traualpsee mit der Lachenspitze.


Wednesday, 20-June-2018

uploaded by Andreas K.

Ich bin morgens vor 9 auf dem Platz und bereite die Tour vor.

Es kann pünktlich zum Betriebsanfang um 9 losgehen.

10 Minuten nach dem Start bin ich in den Bergen. Ich fliege direkt auf das Ötztal zu.

40 Minuten nach dem Start bin ich in den Stubaier Alpen.

Auf der Alpensüdseite ist die Bewölkung dichter. Die Sichtweite ist heute grandios.

Links ist die Wildspitze.

An der Bergkette zwischen Ötztal und Pitztal.

Über dem Inntal. Am Horizont links die Zugspitze.

Die Höfats im Allgäu.

Der Seealp-See bei Oberstdorf.

Oberstdorf

Nach dieser herrlichen Tour mache ich eine kurze Pause und fliege dann zurück, weil morgen Mittag der Ausläufer einer Kaltfront zu extremen Windverhältnissen führen wird. Eigentlich wollte ich erst morgen früh zurück.

Dillingen an der Donau.

Nördlingen.

In Rothenburg o.d. Tauber speise ich beim Italiener am Flugplatz.

Wohlbehalten zurück in Eisenach.

Und wieder auf dem Heimweg nach Hamburg, zunächst auf der Landstraße durch Thüringen. Gegen 1:00 bin ich zurück.

 

Wanderflug Ostsee 2018

Ostsee!

 

Nun ist unser lange geplanter Vereinsausflug auch schon wieder vorbei. Los ging es am Freitag, dem 29. 6. 2018 mit insgesamt 19 Personen in 8 Flugzeugen. Wie schon gute Tradition bei uns, hatten wir alle Stufen des fliegerischen Könnens dabei. Anfänger trafen auf erfahrene Piloten, Charterer auf Flugzeugbesitzer. Vereinsmitglieder, die schon länger dabei sind, jüngere Mitglieder und Flugschüler konnten  sich ohne Zeitnot einfach mal unterhalten.

Nach dem Start in Eisenach landeten einige Flieger noch einmal kurz in Ballenstedt und dann trafen wir uns alle zum Tanken und zum Mittagessen in Stendal/Borstel. Nachdem wir bis dahin wolkenlosen Himmel hatten und sich jeder seine Höhe frei ausgesucht hatte, mussten wir beim Weiterflug hinter der Müritz dann doch etwas den Kopf einziehen und unser Ziel bei kräftigem Gegenwind von manchmal 50 km/h zu erreichen versuchen. Das wirkte sich schon auf die Flugzeiten aus. Nach einer Zwischenlandung in Waren an der Müritz, wo wir die Landegebühr in Form von Thüringer Bratwürsten zu entrichten hatten, landeten wir dann alle im gleichmäßigen Abstand von etwa fünf Minuten in Güttin/Rügen. Der Wind am Platz mit 17 Knoten nötigte schon etwas Respekt ab, aber er hatte ein Einsehen und stand dann doch ziemlich genau auf der Bahn. Der Rest des Tages war gut organisiert, drei Mietwagen brachten uns in unser Hotel in Putbus und am Abend gab es den Besuch bei Störtebeker.

 

Für den Samstag hatten wir zunächst gar nichts geplant. Doch der Blick nach oben sagte: „Hier gibt es nichts zu planen!“ Blauer Himmel, schönste Cumulanten und noch nicht ganz so starker Wind ließen gar keine andere Wahl: Wir mussten zum Flugplatz und dann in die Luft. Dort wurden wir mit nicht alltäglichen Ausblicken, tollen Licht- und Schatteneffekten und wunderbarer Fernsicht belohnt. Am Nachmittag dann Pflichtprogramm: Fahrt nach Göhren und ab ins Wasser. Und am Abend hatten wir dann die Grillhütte im Garten des Hotels für uns.

 

Der Rückflug am Sonntag kannte dann auch fast nur Sonne. Wind zwar auch, sogar die Richtung stimmte, nur leider war ihm der Elan abhandengekommen und er schob uns eher lustlos nach Süden. Nach den gleichen Zwischenlandungen wie zum Hinflug kamen dann alle wohlbehalten in Eisenach an und zogen bei einem Kaffee eine durchgehend positive Bilanz unseres ersten diesjährigen Vereinsfluges. Selbst die Einlagen der Gaststätte auf dem Flugplatz in Stendal konnten uns davon nicht abbringen. Haben wir das Auftreten der Bedienung beim Hinflug noch unter „rau aber herzlich“ verbucht, so bekamen beim Rückflug einige von uns trotz Wartens von 45 Minuten noch nicht einmal ein Wasser… Aber wir nahmen´s gelassen, so etwas wirft ja einen Piloten nicht um.

 

Und jetzt freuen wir uns schon auf den nächsten Vereinsausflug in die Lausitz Anfang des nächsten Monats.

 

Text U.L.

 

 

Andreas auf Tour August 2017

Eine Alpentour vom 21.-23.August 2017


Sunday, 20-August-2017

uploaded by Andreas K.

Rückblende: Das Jahr 2017 war bis jetzt wettertechnisch unterdurchschnittlich. Eine Alpentour am 24.März musste ich abbrechen wegen tief liegendem Stratus im Voralpenraum, der sich auch im Tagesverlauf nicht auflöste. Ich lernte dafür einen neuen Flugplatz kennen: Plössnen-Rosenthal ist als Zwischenstop von Eisenach nach Sankt Johann in Tirol geeignet, er hat auch in der Woche geöffnet (Angabe ohne Gewähr, vorher anrufen!). Es werden auch Zimmer vermietet.

Hinter Weiden war die Grenze zwischen Open und Marginal, zu deutsch freie Sicht und grenzwertig. Hier musste ich umkehren zum Flugplatz Rosenthal, wo ich dann übernachtete.

Ich finde bei flugwetter.de einen Zeitabschnitt von Montag bis Mittwoch, der in der Südhälfte und den Alpen fliegbares Wetter verspricht. Ich rufe Joachim an, der meine Reservierung entgegennimmt. Am Nachmittag fahre ich los und möchte in Eisenach übernachten, um morgen ausgeruht losfliegen zu können. Ich werde vom Ferienverkehr überrascht und gehe vor Hannover von der Autobahn und fahre einen Teil über die Dörfer.

Ich komme durch Watterode. Es ist zu spät um nach Eisenach weiterzufahren. So lange habe ich noch nie für die Fahrt gebraucht. Ich habe keine Hotelreservierung und finde im Hotel Fasanenhof ein Zimmer.

Es ist keine Wildsaison. Ich bestelle das Gericht „Besoffener Hirsch“.


Monday, 21-August-2017

uploaded by Andreas K.

Morgens legt mir die Wirtin die Werra-Rundschau auf den gedeckten Tisch. Auf der Titelseite prangt das Foto vom in Eschwege verunfallten Flugzeug. Gut, das ich nicht abergläubisch bin.

Ich fahre gegen 08:30 von Watterode zum Flugplatz. Dort mache ich die Flugvorbereitung und verstaue meine Sachen in die DMCCF. Zum Schluss prüfe ich noch das Datum meines letzten Übungsfluges. Oh Schreck! Im August abgelaufen… Es gibt offenbar eine Diskrepanz zwischen gefühlter und tatsächlich verflossener Zeit. Da heute kein Fluglehrer in Eisenach verfügbar ist hilft mir Bernd weiter, der im Turm Dienst hat. Er telefoniert mit Weimar. Dort kann ich um 15:00 den alle 24 Monate vorgeschriebenen Übungsflug machen. Die dort verlangten Gebühren der gewerblichen Flugschule sind allerdings deutlich höher. Ich betrachte es als Lehrgeld.

Da ich vor meinem Übungsflug noch Zeit habe, gehe ich auf die Mühlburg. Sie ist eine von drei Burgen die in der Nähe der Autobahn nach Weimar liegen. Es wird ein enormer technischer Aufwand betrieben, um die Ruinen zu konservieren. Teilweise wird jeder Stein einzeln untersucht.

Aussicht auf den Ort Mühlberg, von der Mühlburg.

Pünktlich um 15:00 starte ich mit dem Fluglehrer und Betreiber des Flugplatzes in Weimar zum Übungsflug auf seiner C42. Ich mache ein paar Kreise und Landungen, fliege etwas herum. Dann bekomme ich den wertvollen Stempel in mein Flugbuch. Danach schaue ich mir noch die Innenstadt von Weimar an.

Das Gedeck in Weimar zur Stärkung nach den Anstrengungen des Tages.

Diesen Tag will ich nicht fliegerisch ungenutzt lassen. Ich fahre nach Eisenach zum Flugplatz und drehe mit der DMCCF noch eine Runde in der Abendsonne. Mit ausgetrimmter Maschine habe ich 150km/h bei nur 4000 U/min. Ich denke, dass der Fahrtmesser falsch anzeigt. Das werde ich mit GPS morgen gegenchecken.

Ohne Hotelreservierung gehe ich zum Herrenhaus. Dort bekomme ich ein kleines Zimmer unter dem Dach für 40€.


Tuesday, 22-August-2017

uploaded by Andreas K.

Nach dem Frühstück fahre ich zum Flugplatz. Da ich gestern schon die Flugvorbereitung durchgeführt habe, komme ich zügig um 09:44 weg. Zur Überprüfung des Fahrtmessers fliege ich einmal gegen und einmal mit dem Wind bei ausgetrimmt IAS 140km/h. Der Mittelwert der beiden im GPS angezeigten Geschwindigkeiten ist die Fahrt. Diese stimmt mit dem Wert des Fahrtmessers überein. Durch die Nordostströmung befand ich mich gestern wohl in einem großen laminaren Aufwindfeld. Ich fliege meine Standardstrecke nach Kempten, mit Zwischenstop in Rothenburg ob der Tauber.

Die Betonbahn des Flugplatzes Kitzingen ist zum Teil mit Solarmodulen zugepflastert.

In Rothenburg komme ich nach 1h25min an und tanke auf.

Der Ort Dinkelsbühl. Sehr viele Orte zeigen einen ausgeprägten historischen Stadtkern.

Ich fliege an Kempten vorbei und schnupper schon mal die Höhenluft in den Allgäuer Alpen. Nach der Landung mache ich noch eine kurze Tour.

Die Berggipfel sind in Wolken. Ich komme nicht weit rein in die Alpen und fliege nur in der Gegend von Oberstdorf herum.

Oberstdorf

In Durach und Kempten sind meine beiden Hotels ausgebucht. Ich bekomme beim Fremdenverkehrsamt die Telefonnummer einer älteren Dame in Bodelsberg, die privat Zimmer vermietet. Angeblich sei Bodelsberg nicht so weit vom Flugplatz entfernt, wie der Ort Kempten. Ich miete mir am Platz ein Fahrrad und radel nach Bodelsberg. Es geht aber reichlich bergauf und ich brauche deutlich länger als für die Strecke nach Kempten. Dennoch ist die Fahrt eine willkommene Abwechslung.

Auf dem Weg nach Bodelsberg komme ich an der Kapelle vorbei, die ich (und andere Piloten) als Orientierungspunkt für den Übergang in den rechten Queranflug auf die Piste 35 nutze.

Solaranlage kurz vor Bodelsberg

Die Vermieterin empfiehlt mir einen Aussichtspunkt, wo ich nach meiner Ankunft in Bodelsberg noch hinlaufe. Die Farben und das Alpenpanorama kurz vor Sonnenuntergang sind schön anzusehen.


Wednesday, 23-August-2017

uploaded by Andreas K.

Die Unterkunft ist sehr familiär. Gebastelte Gegenstände der Enkel befinden sich im Frühstücksraum. Genau heute vor einem Jahr war ich zu einer Alpentour aufgebrochen. Nun geht es um 8:00 mit dem Fahrrad bergab zum Flugplatz nach Durach. Ich starte um 09:37 Richtung Ötztal. Dort ist die Luft schon recht bockig und es ziehen hochbasige flache Cumuli auf. Durch die 20 Knoten Strömung aus Westen, sind auch Leeturbulenzen ein Thema. Wegen der geringen Motorleistung in der Dichtehöhe und der Turbulenzen breche ich zum ersten Mal mein Vorhaben ab, an die Wildspitze heranzufliegen und kehre im Ötztal wieder um. Ich kann mit reichlich Abstand über die Bergkämme auf direktem Wege zum Flugplatz zurückfliegen. Ich hoffe, dass es später in diesem Jahr einmal bessere Bedingungen zum Fliegen geben wird.

Rechts der Bildmitte befindet sich die Wildspitze. Ich kehre um, wegen der Turbulenzen und geringen Leistungsreserven des Motors.

Blick in das Pitztal. Unten rechts ist das Dorf Wiese zu sehen.

Blick auf Landeck im Inntal

Ich verlasse die Alpen zur Landung in Kempten. Nach kurzer Pause starte ich um 12:28 nach Rothenburg. Dort ziehe ich mir eine große Pizza und einen großen Salat rein.

Das AKW Gundremmingen an der Donau. Die Wolken der Kühltürme sind schon aus über 50 km Entfernung zu sehen. Hier sieht man auch schön wie die Wolken bis zur Inversionsgrenze aufsteigen und dann horizontal abdriften.

Die mittelalterliche Stadt Nördlingen. Noch bevor man in das Nördlinger Ries einfliegt, kann man den Stadtkern als einen rötlichen Fleck am Horizont erkennen.

Der Flugplatz Nördlingen

Nochmal über Dinkelsbühl

Schweinfurt

Und wieder sattgeflogen in Eisenach

 

Die Nordseetour 2017 ….. nach Kassel.

Geschafft …… ..

Die Nordseetour 2017 ….. nach Kassel.

 

Unsere Nordseetour ist Geschichte.

Wir können davon und darüber schöne Geschichten erzählen.

Am 5. August machten sich 6 Flugzeuge (ein Sky Ranger, eine Kappa 150,

eine Zodiac 601, ein Motorsegler Vivat, eine Piper 28 und eine Cessna 172)

mit insgesamt 15 Personen an Bord auf den Weg zur Nordsee.

Der Vorabend wurde zur Flugvorbereitung und Absprache der Besatzungen genutzt.

 

Das Wetter sollte bis auf etwas kräftigeren Westwind ganz brauchbar sein.

Bei der Starvorbereitung arn Samstagmorgen zeigte sich plötzlich ein nicht vorhergesagtes

Regengebiet welches von Stuttgart bis Göttingen reichte (Zugrichtung Nordost, leichter

Regen).

Bei blauem Himmel und Sonnenschein starteten die Besatzungen frohen Mutes in Richtung

Leer, wo uns unser Fliegerfreund Holger Claaßen erwartete.

Zum geplanten Empfang kam es jedoch nicht.

Der Regen fiel etwas stärker aus, die Sicht ging zurück, die Wolken lagen auf.

Alle Besatzungen entschieden sich in Höhe Eschwege-Göttingen folgerichtig zum Abbruch

und Anflug des Verkehrstlughafens Kassel-Calden (EDVK).

EDVK hatte allerdings keiner als Ausweichflugplatz auf dem Zettel.

Ungeachtet dessen meisterten alle Piloten den Flug in der Kontrollzone. die Landung sowie

das Rollen zum Abstellplatz ohne Beanstandung.

Nach der Landung übten wir stundenlang die Disziplin „Wetterschöngucken“ incl.

telefonischer Beratung durch den DWD.

Es stellte sich heraus. daß die Wetterfalle ringsherum zugeschnappt war.

Nördlich und nordwestlich herrschten X-Ray- Bedingungen und der Rückflug nach Eisenach

oder Alkersleben war durch linienförmig angeordnete Schauer und Gewitter von Fulda mit

Zugrichtung Hoher Meißner Mühlhausen abgeschnitten.

 

Die kollektive Weisheit entschied: Wir bleiben in Kassel.

Ein kleiner Telefonmarathon mit umliegenden Hotels (während der Documenta in Kassel am

Wochenende immer ausgebucht) erbrachte in Hofgeismar 15 Betten, allerdings in 2 Hotels

-5 im ,.Alten Brauhaus“ und 10 in der urigen Location“ Köpenick’·.

(Die Übernachtung in Leer wäre sicher lustig geworden, da dort, wie sich herausstellte, nur

10 Betten gebucht waren).

Vor Verlassen des Flughafens verzurrten wir selbstverständlich unsere Fluggeräte so, wie

auf dem Foto ersichtlich.

Die ausgegossenen Hohlblocksteine verteilten wir mit einem speziellen Handkran zu den

einzelnen Flugzeugen.

In den restlichen Stunden des Samstag machten wir Hofgeismar unsicher und verbrachten

dort einen sehr schönen Abend bei tollem Essen (manche verspeisten  eimerweise Rippchen)

in gemütlicher Runde und natürlich ordentlichen Fliegergeschichten … !

Am Sonntagmorgen trafen wir uns gestärkt und ausgeschlafen auf dem Flughafen bei

Sonnenschein und einzelnen Cummuli am Himmel.

Da die Zeit für einen Flug zur Nordsee zu kurz war, entschieden wir uns bei bestem

Flugwetter, über den Brocken nach Ballenstedt und dann nach Hause zu fliegen.

Der Abflug aus der aktiven Kontrollzone EDVK gestaltete sich als fliegerischfunktechnisches

Highlight. Der Tower-Lotse und auch alle unsere Besatzungen schlugen sich bei mindestens

15 rollenden, startenden, landenden, anfliegenden und abfliegenden Flugzeugen souverän.

Spätestens hier war jedem klar, warum bei der Flugfunkausbildung manchmal etwas schneller

gesprochen wird und jeder stets voll bei der Sache sein muß.

Fazit:

Es waren für alle 15 Teilnehmer und Teilnehmerinnen 2 schöne, erlebnisreiche und zugleich

herausfordernde Ausflugstage.

 

Und zum Abschluß nocheinmal:

Bei der unvorhergesagten Wetterverschlechterung haben alle Besatzungen zweckmäßige

und damit richtige Entscheidungen getroffen, um die Flugzeuge und Insassen sicher und

wohlbehalten zum Ausweichflugplatz zu bringen.

 

Siegbert Bussemer

Spanferkelessen Mai 2017

am Freitag,

dem 5. Mai fand wieder unsere tournusmäßige monatliche Zusammenkunft am Hangar statt. Diesmal gab es etwas Besonderes: Nach dem Erfolg vom letzten Jahr wurde schon ab Mittag ein nicht mehr ganz kleines Schwein auf dem Grill gegart. Wir hatten Mitglieder und Freunde des Vereins eingeladen, 72 Personen waren da und das Schwein am Ende alle. Großen Zuspruch erhielten auch die leckeren Salate, die von Mitgliedern mitgebracht worden waren und denen wir uns auf diesem Wege noch einmal danken wollen.

Eine Alpentour vom 18. Juli 2016

Eine Alpentour vom 18. Juli 2016 bis zum 20. Juli 2016

Text und Bilder von Andreas Klößner

 

Montag, 18. Juli 2016

Auf www.flugwetter.de suche ich regelmäßig nach einem Zeitfenster, das zumindest drei Tage störungsfreies Fliegen in Mitte und Süden inklusive Nordalpen verspricht. Am Montag war es endlich wieder mal soweit. Die kürzlich vom Verein angeschaffte C42 steht zur Verfügung, der Sky Ranger wird für die Schulung gebraucht. Nun kenne ich die C42 von Michael Bergmann in Kempten und somit ist die Einweisung nach einer Stunde erledigt. Ein Dank an Joachim Krause, der mir kurzfristig behilflich ist. Um 15:00 starte ich in Eisenach.

Bild kann nicht angezeigt werden

Die Vorfreude in Eisenach ist groß

Wie schon oft zuvor fliege ich nach Kempten-Durach, von wo ich längere Alpenflüge durchführen möchte. Da ich langsam fliege (ca. 140km/h IAS) und um auf der sicheren Seite zu sein, mache ich gewöhnlich noch einen Tankstopp auf dem Weg nach Kempten. Der dafür gut gelegene Platz Rothenburg ist montags nicht in Betrieb, daher weiche ich nach Aalen-Heidenheim aus, wo ich um 16:56 lande.

Bild kann nicht angezeigt werden

Die C42 in Aalen-Heidenheim

Den Flug von Aalen nach Kempten verlängere ich dann in die Berge, um dort schon mal frische Höhenluft zu schnuppern. Es ist immer wieder herrlich zu sehen, wie sich die Alpen vor der Nase aus dem Dunst langsam erheben.

Bild kann nicht angezeigt werden

Am Alpenrand bei Kempten

Am Platz leihe ich mir dann abends ein Fahrrad um zu meinem Hotel Berg-Café nach Kempten zu radeln. Das ist ein angenehmer Ausgleich nach dem stundenlangen Sitzen in der engen Kabine. Das Hotel hat eine Terasse mit einer schönen Sicht auf die Allgäuer Alpen.

Dienstag, 19. Juli 2016

Am Dienstag geht es um 11:00 los in Richtung Ötztal. 2015 gab es Änderungen im Luftraum über Österreich. Im Westen der Kontrollzone Innsbruck ist ein schmaler Streifen D eingerichtet und es gibt eine TMZ ab 11000 ft, aber so hoch fliege ich hier eh nicht. Im Ötztal komme ich unterhalb der Grathöhe an und steige dann nur ganz langsam. Vormittags brodelt hier die Luft schon etwas, aber insgesamt ist die Luft recht stabil geschichtet. Teilweise mache ich noch Abstecher in die Seitentäler Richtung Stubaier Alpen. Aber das eigentliche Ziel ist die Wildspitze, mit 3768 Metern Höhe der markanteste Gipfel der Region und nach dem Großglockner der zweithöchste Berg Österreichs. Hier geht es bis auf 12000 Fuß hoch. Ich merke, dass die Leistung der C42 in der Dichtehöhe schon merklich nachlässt und die Drehzahl liegt zumeist knapp unter 5000. Auf dem Weg zurück lasse ich mich über schneebedeckte Abhänge in das Pitztal fallen. Über dem Grat zum Kaunatal kann man den Stausee Gepatschspeicher schön sehen. Mit reduzierter Drehzahl geht es zurück. Da die Gipfel wolkenfrei sind, kann man praktisch auf direktem Weg nach Kempten zurück ohne Täler abfliegen zu müssen.

Bild kann nicht angezeigt werden Bild kann nicht angezeigt werden

Im Ötztal mit Blick in Richtung der Stubaier Alpen

Bild kann nicht angezeigt werden Bild kann nicht angezeigt werden

Die Wildspitze

Meine Nachmittagstour geht ins Lechtal. Hier fliege ich altbekannte Bergketten mit ihren typischen Faltungsformationen ab und danach über die Allgäuer Alpen zurück. Hier ist die Höfats ein sehr markanter Berg. Es ist einer der wenigen Berge, die leicht wiederzuerkennen sind. Die meisten Berge verändern nämlich je nach Position und Flughöhe ihre Silhouette dermaßen, dass sie nicht mehr wiederzuerkennen sind insbesondere wenn in ihrer Umgebung ähnlich geformte und gleichhohe Gipfel angeordnet sind.

Bild kann nicht angezeigt werden

Lechtaler Alpen

Bild kann nicht angezeigt werden

Die Höfats

Am Dienstag Abend mache ich noch die Flugvorbereitung für Sankt Johann in Tirol und von dort nach Eisenach. Auf dem Weg nach Sankt Johann würde ich den Alpenhauptkamm zwischen Zillertal und Ahrntal besuchen. Dort ist auch die natürliche Grenze zwischen Österreich und Italien.

Mittwoch, 20. Juli 2016

Am Mittwoch morgen verwerfe ich aber den Plan, nach Sankt Johann zu fliegen, weil ich ja noch die Strecke von Eisenach nach Hamburg mit dem Auto fahren muss und mir das insgesamt zu viel würde. Daher fliege ich vormittags eine einfache Tour am Alpenrand entlang Richtung Bodensee, dort an Bregenz vorbei ins Rheintal. Bei Bludenz geht es ins Montafon. Ein kurzer Abstecher ins Klostertal katapultiert mich durch starke Thermik über großen zur Sonne ausgerichteten Hängen nach oben und ich muss die Drehzahl reduzieren. Dann geht es an den vereisten Gipfeln der Silvrettagruppe vorbei und über Ischgl und Galltür in das Paznauntal Der Hohe Riffler ist ein markanter Gipfel in der Verwallgruppe, den ich noch ansteuere. Zu diesem Zeitpunkt brodelt die Luft schon und die zunehmende Labilisierung macht sich bemerkbar. Vom Hohen Riffler fliege ich dann auf fast direktem Weg zurück zum Flugplatz.

Bild kann nicht angezeigt werden

Stausee in der Silvrettagruppe

Bild kann nicht angezeigt werden

Hoher Riffler in der Verwallgruppe

Bild kann nicht angezeigt werden

Ein Riesenherz über dem Platz. Da wurde etwas getestet.

Ich checke am Flugplatz aus und starte dann um 13:37 Richtung Rothenburg. Auf der ganzen Tour habe ich meine Kamera nicht benutzt weil ich schon so viele Fotos habe und durch die Seitenscheibe der C42 die Bildqualität unzureichend ist. Die hier gezeigten Fotos kommen daher von meinem 90€ Smartphone. Aber vor Rothenburg komme ich an einem brennenden Feld vorbei, welches wegen der Rauchsäule schon von weitem zu sehen ist. Hier muss ich mal die Kamera einsetzen.

Bild kann nicht angezeigt werden

Brennendes Feld bei Rothenburg ob der Tauber

In Rothenburg tanke ich voll, obwohl das Benzin im Tank noch für den Rest der Strecke reichen würde. Nach einem Schnack mit dem Türmer geht es nach Eisenach zurück. Erst am Donnerstag gegen 00:30 lasse ich mich zu Hause in Hamburg mit einem breiten Grinsen ins Bett fallen. Das muss ich auf jeden Fall wiederholen, beschließe ich.

Die Neue ist da: C-42 D-MPFC

Die Neue ist da: C-42 D-MPFC

Alle haben mit Spannung darauf gewartet,daß sich unsere „Flugzeugmangelsituation“ entspannt.

Heute haben sich Siegbert und Joachim mit unserem Sky Ranger auf den Weg zum Segelfluggelände Ummern (nördlich Braunschweig) gemacht um das Objekt der Begierde abzuholen.

Die von den Meterologen angekündigte Regen und Gewitterfront hätte die Aktion fast verhindert. Es wurde jedoch entschieden : „Wir fliegen los und gucken mal“ (Ausweichplätze und Alternativen wurden selbstverständlich festgelegt) ,in Ummern angekommen ( wo man auf Grund der hohen Bäume in beiden Anflugrichtungen nur hineinslippen kann), war die D-MPFC durch den Verkäufer Herrn Frey  bestens vorbereitet.

Nach einem Probeflug durch Joachim ging es in Formation zurück in Richtung EDGE. Nach Überflug vom Harz machten sich im Süden tiefe und dunkle Regenschauer bereit. Die weitere Strecke gestaltete sich als „Waschflug“ für beide Luftsportgeräte. Nach 90 Minuten landeten die D-MPFC und die D-MCCF sicher und wohlbehalten auf der Piste 10 auf dem Kindel.

Übrigens— Nach Positionswechsel mußte sich der Sky Ranger ganz schön anstrengen um an der C-42″ dranzubleiben. 😛

Vereinstreffen Freitag 3.6.2016

Liebe Vereinsmitglieder und Freunde,

am Freitag, den 03. Juni 2016 ab 17:00 Uhr am Hangar
treffen wir uns zum regelmäßigen monatlichen Stammtisch.
Wie immer sind Familie und Gäste herzlich willkommen.

Einzelheiten zum Wanderflug wird Bernd ausführen!

Freitag, 06.05.2016,
ab 17 Uhr
an unserem Hangar

Natürlich werden wir wie immer den Grill befeuern!

 

Viele Liebe Grüße

der Vorstand
Luftfahrtverein Eisenach